Die Ringe des Saturn sind das auffälligste Merkmal dieses Planeten. Sie bestehen aus Milliarden von Eis- und Staubteilchen, die um den Planeten kreisen. Manche dieser Teilchen sind winzig wie Sandkörner, andere so groß wie Häuser. Wissenschaftler glauben, dass die Ringe aus Überresten von Monden oder Kometen entstanden sein könnten, die zerbrochen sind.
Der Planet Saturn hat mindestens 145 bekannte Monde, und es könnten noch mehr sein. Die größten und bekanntesten sind Titan, Enceladus und Rhea. Besonders spannend ist Titan, der zweitgrößte Mond im Sonnensystem. Auf ihm gibt es Flüsse und Seen – aber nicht aus Wasser, sondern aus flüssigem Methan und Ethan. Enceladus ist ebenfalls faszinierend: Unter seiner Eisschicht gibt es einen Ozean, in dem vielleicht Leben existieren könnte.
Eine Besonderheit über den Saturn: Obwohl der Planet riesig ist – etwa 9-mal so groß wie die Erde –, ist er sehr leicht. Er besteht hauptsächlich aus Gasen und hat eine geringe Dichte. Wenn man ihn in einen riesigen Ozean legen könnte, würde er schwimmen.
Saturn dreht sich sehr schnell um seine Achse. Ein Tag auf diesem Planeten dauert nur etwa 10,5 Stunden. Aber weil er weit von der Sonne entfernt ist, braucht er fast 30 Erdenjahre, um die Sonne einmal zu umkreisen. Die Ringe und Monde des Saturns machen ihn zu einem spannenden Forschungsobjekt. Raumsonden wie „Cassini“ haben den Planeten viele Jahre untersucht und uns erstaunliche Bilder und Daten geliefert.
Der Saturn besitzt ein einzigartiges Ringsystem und die größten Eiskugeln: Einige der Saturnmonde bestehen ganz aus gefrorenem Wasser. Blitze auf dem Saturn sind eine Million Mal stärker als auf der Erde und bis zu 100 Meter breit.

